Nov 6
2016

Mama alleine zu Haus

Mama alleine zu Hause
So, geschafft. Die Kinder sind aus dem Haus, das Nest ist leer. Hat sich nach dem Auszug von Nr. 1 im Alltag gar nicht so viel verändert, steht nach der Aussiedlung von Nr. 2 alles Kopf.
Das ist jetzt mein Leben – und das sind meine neuen Probleme, seit sich die alten erledigt haben:
  1. Ich kann jetzt jeden Abend ausgehen und weiß, dass kein hungriger, vereinsamter Spätpubertierender daheim auf seine Mutter wartet. Allein – die Welt da draußen ist nicht voller unternehmungslustiger EndvierzigerInnen. Die sitzen nämlich alle brav zu Hause.
  2. Essen wird verdammt teuer. Denn für wen soll man denn auf einmal kochen? Also isst man  dauernd auswärts. Alternativ: Essen wird verdammt ungesund. Hat man früher die Kinder mit saisonalen Gemüsesorten und Obstkreationen zwangsernährt, sinkt die Motivation zu gesunder Kost auf Marianengraben-Niveau. Also: Brot, Chips, Fertigpizza.
  3. Die Tischmanieren gehen flöten. Irgendwie wird man ziemlich nachlässig, wenn man niemanden mehr erziehen muss.
  4. Die Waschmaschine wird nicht mehr voll: Wer auch Kinder hat, die finden dass man spätestens alle drei Stunden das T-Shirt wechseln muss und sich weigern, eine Jeans länger als einen Tag zu tragen, wird sich über Langeweile am Wochenende nicht beklagen können. Ich hab jetzt plötzlich ein anderes Problem: Bis ich eine Waschmaschine vollkriege dauert es drei Wochen – sofern ich nicht alle Farben zusammenwerfe.
  5. Punkt 5 fiel leider der Zensur zum Opfer. So viel nur: Es ging um Sex und ich fand´s lustig.
  6. Gartenarbeit. Es gibt ein paar ungeliebte Tätigkeiten, die man mithilfe liebevoller Erpressung gut an die nächste Generation abdrücken konnte. Jetzt ist die aus dem Haus. Und der Rasen wächst und wächst. Ich glaub es ist Zeit für einen Gärtner. So wie in Desperate Housewives oder so…
  7. Gleichzeitig gehen Arbeitsplätze verloren:  Der Kammerjäger kommt nicht mehr, und die Putzfrau konnte drastisch reduzieren.
  8. Ich muss jetzt sehr langweilige Sendungen im Fernsehen schauen, Talk-Shows und so. Oder sogar lesen. Schade, dass Abends nicht mehr American Dad, Family Guy und South Park läuft. Es war immer so nett.
  9. Wenn ich früher Dinge gesucht habe, war sofort klar wer Ärger kriegt. Wenn ich heute Dinge nicht finde, überlege ich wie doch gleich die Krankheit heißt bei der man alles vergisst.
  10. Aber alles hat sein Gutes: Ich sitze NIE mehr auf dem Klo und stelle fest, dass das Papier alle ist. Meine Nagelschere ist da, wo sie zu sein hat – und nicht mit verbogener, mit Sekundenkleber verschmierter Spitze in der Garage. Die Katze ist nicht mehr paranoid. Ich wache nicht mehr nachts um halb drei von dem Geruch nach Spiegeleiern und Bacon auf. Wenn ich duschen will, weiß ich sicher, dass genügend warmes Wasser aus der Leitung kommt. Eine Flasche Duschgel reicht jetzt einen Monat anstatt eine Woche. Der teure Rotwein ist in Sicherheit. Die Reste in den Sofaritzen ergeben keine vollständige Mahlzeit mehr. Ich muss mein Fahrrad nicht mehr irgendwo in der Innenstadt suchen. An meiner Tür klingeln keine Kerle von 2 Metern Länge mehr, denen man offenbar die Zunge herausgeschnitten hat. Sonntags morgens stolpere ich weder über komatöse Jungs noch über Mädels in meinem Bademantel. Und das Beste: Die Nachbarn sind plötzlich freundlich.
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Okt 23
2016

Willkommen im Lieblingswinter

Lieblingswinter

Hallo Ihr alle da draußen,

obwohl gerade mal Oktober ist: Heute startet der „Lieblingswinter“. Und Ihr seid dazu eingeladen.

Warum? Die dunkle Jahreszeit ist für viele Menschen eher bedrückend: Wenig Tageslicht, das Immunsystem macht schlapp, und meist kann man sich im Winter nicht zu sportlichen Aktivitäten aufraffen. Die Stimmung geht in den Keller, und man sehnt nur noch das Frühjahr herbei. Das betrifft  insbesondere Frauen – aber auch viele Männer kennen den typischen Winterblues.

Aber wollt ihr wirklich monatelang durchhängen und auf die ersten Krokusse warten? Wir nehmen Euch mit in einen tollen Winter, schaut einfach rein und macht mit.

Was wir mit Euch vorhaben? Wir bringen Euch auf Trab, wir muntern Euch auf, wir geben Euch tolle Tipps und zusammen erleben wir einen superschöne Zeit voller Aktivität und Freude, aber auch mit Muße und Rückbesinnung auf uns selbst. [Read more…]

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Okt 4
2016

Reset in Friedborn

friedborn

Morgens Gymnastik, mittags Rohkost, nachmittags Wandern, abends Suppe. Kein Fernsehen, kein Internet. Kein Kaffee, Zigaretten oder Alkohol schon gar nicht. „Das ist doch kein Urlaub“, oder: „Und das machst Du freiwillig?“ waren die verwunderten Kommentare meiner Freunde.

Zehn Tage im Kur- und Gesundheitszentrum Friedborn im Südschwarzwald – diesen Aufenthalt habe ich für mich gebucht, als ich das Gefühl hatte, dass mir Urlaub nicht ausreicht, dass ich echte Regeneration brauche. Und genauso stand das dann auch auf der Website des Hauses.

An einem Sonntagmittag kam ich dann also in Friedborn bei Rickenbach an – von der Straße aus geht es in einen Waldweg und an einem Bauernhof vorbei, und dann ist man da.

Gleich mal vorweg: Wer hier ein schickes Wellness-Hotel erwartet, ist an der falschen Adresse. Das Haus Friedborn ist ziemlich retro, die Zimmer schlicht und zweckmäßig eingerichtet. Und genau das, wonach ich gesucht habe: Ich will runterkommen, meine Ruhe haben, keine Ablenkung. Und schon gar keine Hotelatmosphäre. [Read more…]

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Jul 26
2016

Coaching-Wandern im Tannheimer Tal

Coaching-Wandern im Tannheimer Tal

Wandern kennt jeder. Coaching kennen viele. Aber beides zusammen? Ich hab´s ausprobiert. Drei Tage Tannheimer Tal mit Coach Cornelia Rüttiger und vier weiteren Frauen. Der Quotenmann ist  kurzfristig abgesprungen. Doch bevor es um´s eigentliche Coaching-Wandern geht, steige ich erst mal mit einem sehr speziellen Sauna-Erlebnis ein. [Read more…]

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Mai 23
2016

Solowandern am Nibelungensteig

Lindenfels

Vorwort zur Wanderung am Nibelungensteig

Wenn ich an die Wanderkatastrophen meiner Kindheit denke, kann ich mir überhaupt nicht erklären, wieso ich das jetzt freiwillig mache. Wandern, das war für mich früher die Sonntagshölle, die Endlos-Folter, fürchterliche Langeweile kombiniert mit physischen Qualen. Zu heiß, zu kalt, zu nass, Hunger, Durst, aufgeschlagene Knie, Brennnesseln, Insektenbisse, Pferdescheisse. Eltern, zwingt Eure Kinder niemals zum Wandern.

Mit leichtem Gepäck in den Odenwald. Alleine.

Und jetzt das: Drei Tage wandern, und zwar alleine. Am Nibelungensteig im Odenwald. Der Nibelungensteig, ein Wanderweg mit rund 130 Kilometern Länge und insgesamt 4000 Höhenmetern, führt von Zwingenberg an der Bergstraße bis nach Freudenberg am Main. Oder umgekehrt.

Am Freitag ging es mit dem Zug nach Zwingenberg – mit leichtem Gepäck: Frische Wäsche und Socken, ein Zweitshirt, ein Pulli, Windjacke. Kein Beauty-Case, nur eine Zahnbürste samt Minizahnpasta, Miniduschgel, Minibürste. Und Sonnencreme und Sonnenhut. Außerdem: Wasser, Käsebrot, Apfel. Bargeld. EC-Karten sind im Odenwald noch nicht so verbreitet. Eine Kompass-Wanderkarte Odenwald-Bergstraße. Und mein iPhone.

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Mai 13
2016

Ausmisten – Weg mit dem Zeug!

Aufgeräumt ist besser

Warum Ausmisten? Wir alle haben zu viel Zeug, und das kann ganz schön belasten. Und trotzdem kaufen wir immer wieder Neues.

Aber was davon brauchen wir wirklich? Was davon macht uns glücklich? Vieles davon nicht. Aber die ganzen vielen Dinge, die sich so in unserem Haushalt ansammeln, füllen nicht nur Schränke, Schubladen und Kommoden – von Kellern und Dachböden mal ganz zu schweigen. Vieles davon ist Ballast, der uns erdrückt.

„Aus folgendem Grund ist das Ausmisten so wirkungsvoll: Wenn Sie die äußere Welt in Ordnung bringen, kommt es auch in der inneren Welt zu entsprechenden Veränderungen. Alles um Sie herum, vor allem ihre häusliche Umgebung, spiegelt Ihr inneres Wesen wider. Wenn Sie also Ihr Zuhause verändern, verändern Sie auch die Möglichkeiten in Ihrem eigenen Leben.“

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Okt 16
2015

Blonder Strand – von Dirk Siebenhaar

Blonder Strand Dirk Siebenhaar Punktum Verlag

Anhand von elf Urlauben im Laufe von zwanzig Jahren erzählt Frank Stürmer, Ich-Erzähler und Einzelkind, mit einem großen, gut gelaunten Achselzucken die Geschichte seiner eigenwilligen Liebe zu Ina. So steht es auf der Rückseite von „Blonder Strand“, dem Romandebüt von Dirk Siebenhaar. Mit lakonischer Leichtigkeit kommt dieses Erstlingswerk daher – aber nur auf den ersten Blick.

Elf Urlaube und tausendmal Ina. Frank Stürmer stolpert an verschiedenen Orten Europas durch sein meistens seltsames Liebesleben, und wer bei diesem Coming-of-Age Roman auf das Erwachsenwerden des selbsternannten Protagonisten wartet, kann das bis zur letzten Seite tun. Frank Stürmer wartet jedoch auf nichts – außer auf Ina. Ist sie nicht da, verzehrt er sich nach ihr. Ist sie da, beschläft er mit nonchalanter Teilnahmslosigkeit andere Frauen. Das Ideal Ina wird bei jedem Zusammentreffen, ganz gleich ob dies ein zufälliges oder geplantes ist, zu einem ganz normalen Mädchen, zu einer durchschnittlichen Frau. Unerträglich für Frank Stürmer, da sorgt er doch lieber zielsicher dafür, ganz schnell wieder Sicherheitsabstand zu bekommen und glotzt fröhlich weiterhin auf Brüste, Hintern, nackte Waden und Hälse. Und während man Frank Stürmer bei seinen Urlauben und in die oft sehr vergnüglichen Abgründe seines Beziehungslebens begleitet, gelangt man ständig an Stellen, wo man ihm entweder „Tu´s nicht!“ oder „Mach jetzt!“ zurufen möchte. Doch Frank Stürmer hört nicht und verheddert sich stattdessen immer tiefer in seine psychologischen Widersprüche. Und dann ist da noch Norbert. Der beste Freund von Frank und dessen Konstante im Leben, elf Jahre älter, schräg, abgeklärt und saukomisch. Er ist tatsächlich derjenige, dem Frank sich wirklich öffnet, den er so liebt, wie er Ina nicht lieben kann und Anke, Tanja, Melissa und all die anderen nicht lieben will. Und während Ina mal da ist und mal nicht, mal Göttin und mal Normalnull, wird langsam deutlich, dass das eigentliche Liebespaar dieses Romans aus zwei Männern besteht. Tja, und das Ende…Frank will wieder und kann doch nicht, denn da ist immer noch…Ina.

Über den Autor Dirk Siebenhaar

Der Autor Dirk Siebenhaar, Jahrgang 1967, ist freier Texter und Kreativdirektor und lebt mit seiner Familie in Berlin. Auf meine Frage nach dem Prozentsatz der autobiographischen Inhalte in seinem Roman sagte er: 40 Prozent erlebt, 40 Prozent geklaut und 20 Prozent geträumt. Zum Verlag Punktum Verlag Hamburg, ISBN 978-3-981-71315-2

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Sep 6
2015

Mindfuck: Selbstsabotage kennen wir alle

Quelle: Knaur Verlag

Selbstsabotage – wie kommt das? Da leben wir in einer Zeit, die uns unglaublich viele Möglichkeiten eröffnet – und trotzdem machen wir oft nicht die Dinge, die wir eigentlich tun wollen. Wir glauben, dass wir etwas nicht tun können oder dürfen, dass es für manches zu spät (oder zu früh) ist, wir lassen uns von einer inneren Stimme leiten, die uns  einflüstert, dass unsere Vorhaben ja garantiert nicht gutgehen können, oder wir neigen zu  Übermotivation und machen uns permanent Druck…Mindfuck bedeutet Leben mit angezogener Handbremse. Dr. Petra Bock ist eine der erfolgreichsten Coaches in Deutschland und hat zu diesem Thema mehrere Bücher geschrieben. In „Mindfuck“, erschienen im Knaur Verlag, erklärt sie, woher diese mentale Selbstsabotage kommt, wie wir Mindfuck erkennen und beenden können. [Read more…]

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